Sehnenscheidenentzündungen
Die Streck- und Beugesehnen der Hand verlaufen in den sogenannten Sehnenscheiden. Diese umhüllen die Sehnen schützend an Stellen, wo diese mit erhöhter Spannung über die Gelenke laufen (z.B. im Bereich des Handgelenks).
Veränderungen der Sehnenscheiden können zu schmerzhaften Erkrankungen führen:
Schnellender Finger (Tendovaginitis stenosans)
Die Einengung der Sehnenscheideneingänge in Höhe der Fingergrundgelenke führt neben den Schmerzen dazu, dass die Sehnen nicht mehr ungehindert durch die Umhüllung gleiten können. Beim Versuch den Finger zu beugen, schnappt“ dieser, da die Sehne zunächst in der Sehnenscheide feststeckt, bei stärkerem Muskelzug dann plötzlich aus der Verengung herausgleitet. Im Spätstadium der Erkrankung kommt es zu einer vollständigen Blockade der Fingerbeweglichkeit, die durch chronisch entzündliche Verklebung der Sehne verursacht ist.
Tendovaginitis stenosans De Quervain
Die De Quervain’sche Sehnenscheidenerkrankung bezeichnet die entzündliche Einengung der Daumenstrecksehnen des Handgelenks. Meist führt ein chronischer Reizzustand zu der schmerzhaften Sehnenscheidenerkrankung. Neben einer örtlichen Verdickung sind heftige Schmerzen bei Bewegungen im Handgelenk typisch für diese Erkrankung.
Wie läuft die Behandlung ab?
Diese sogenannten Tendovaginitiden müssen ambulant mit einer Operation behandelt werden, wenn konservative Maßnahmen (wie abschwellende Medikamente oder lokale Kortisoninjektionen) nicht zum Erfolg führen. Hierbei wird der einengende Abschnitt der Sehnenscheide gespalten und durch dadurch eine schnelle und dauerhafte Beschwerdefreiheit erreicht.
Womit ist nach einer Operation zu rechnen?
Zur Nachbehandlung des schnellenden Fingers wird lediglich ein Verband angelegt, denn unmittelbare Bewegungsübungen der Finger sind wichtig.
Nach der operativen Behandlung der De Quervain’schen Tendovaginitis wird der Daumen für 5 bis 7 Tage mittel Hilfe einer Gipsschiene ruhig gestellt.
